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Asterix und die Goten - Band VII

Egmont Ehapa Verlag

Durchschnittliche Bewertung:
gut (3.4)
Anzahl der Bewertungen: 3884

Erstauflage des Buches Astérix chez les Goths 1963 bei Dargaud als Album, ab 1966 Nachdruck als Band 3 der Reihe. Neuauflagen ab 1999 erscheinen in Frankreich im Verlag Hachette. Deutsche Erstauflage des Buches Ende 1970 (Erwähnung am 2. Januar 1971 in MV Comix) mit Übersetzung aus dem Französischen von Gudrun Penndorf bei Ehapa (Abbildung ganz unten). Mit der Neuauflage im März 2013 hat der Band ein neues Titelbild (Abbildung ganz oben) und deutliche Überarbeitungen - eine neue Kolorierung und ein neues Lettering - erhalten. Diese Änderungen ziehen die Gestaltungselemente in die Serie nach, die seit 2006 bereits in die Ultimative Edition einfließen. Zuvor wurde 2002 mit einer Neuauflage das Titelbild geändert (Abbildung mitte). In Deutschland wurde die Geschichte als "Siggi und die Ostgoten" in Lupo modern, Heft 27 bis 37 / 1965, und in einer dem Original wesentlich näher übertragenen Veröffentlichung in MV 49/1968 bis 4/1969 veröffentlicht.

In der Pilote-Ausgabe 82 vom 18.Mai 1961 startet das Abenteuer von Asterix und Obelix. In Fortsetzungen gelangt diese Geschichte in der Ausgabe 122 bis zum Februar 1962. Die Geschichte gerät zur Konfrontation von französischem und deutschem Wesen. Der Höhepunkt sind dabei die Asterixinischen Kriege, die ganz im Stil der um die Jahrhundertwende beliebten Bildergeschichten gezeichnet sind und die in der Zeit zwischen dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und dem 1.Weltkrieg propagandistische Zwecke erfüllten. Interessant ist, dass das just in dem Jahr erschien, als der Deutsch-Französische Freundschaftsvertrag und das Deutsch-Französische Jugendwerk gegründet wurden.

Auch die Feststellung auf Seite 45 "Schlacht der zwei Besiegten" lässt sich leicht auf die Folgen des 2.Weltkrieges und die Teilung Deutschlands beziehen. Vor dem Hintergrund der ersten Annährung der deutschen und französischen Regierung gerät die erste deutsche Übersetzung im Magazin "Lupo modern" zur Farce, als sie unter dem Titel "Siggi und die Ostgoten" im Jahre 1965 politisch missbraucht wird. Die Gallier werden zu Westgoten (!) und "Kapitalistenstrolchen", der ostgotische Führer und Genosse Hullberick radebrecht sächsisch und was er sagt ist - anstelle der Frakturschrift - in roter Farbe gedruckt.

Die eigentliche Geschichte: Im vorchristlichen Germanien spricht man deutsch und redet Fraktur. Um mehr über den Nachbarn Gallien zu erfahren, entführen sie Miraculix, was daraufhin natürlich eine Befreiung durch Asterix und Obelix bei den Goten nach sich zieht. Um weitere unliebsame Überraschungen aus dem Osten zu verhindern, inszenieren sie die Asterixinischen Kriege und Holperik und Cholerik bekommen sich unentwirrbar in die Wolle...

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